Mutlose Gesundheitspolitik ohne roten Faden

Mutlose Gesundheitspolitik ohne roten Faden

Der Antrag der Linken im Kreistag ein tragfähiges und langfristiges Konzept für die Kreiskliniken unter Einbeziehung kreiseigener Medizinischer Versorgungszentren (MVZ) zu erstellen, wurde heute leider abgelehnt.
Mutig wurde vor fast genau zwei Jahren die Klinik in Wolfhagen gerettet.  Hätten SPD und Grüne mutig weiter gearbeitet, wäre unter Einbeziehung kreiseigener  MVZs ein schlüssiges Gesamtkonzept für die medizinische Versorgung im Landkreis erarbeitet worden. Der Grundstein in Hofgeismar für den Neubau wäre längst gelegt und die Zuschüsse der Landesregierung stünden fest.
Stattdessen war ein Grundstück angeschafft wurden, das nun doch nicht bebaut wird, es wurde erfolglos nach einem Investor gesucht und der Kreis investiert bei Agaplesion in MVZs.
Jetzt werden notgedrungen 75 Mio. Euro für den Neubau in Hofgeimar beschlossen, damit der kleine Zuschuss des Landes nicht auch noch verloren geht. „Gesundheitspolitik aus einem Guss
sieht anders aus“ erklärt Jan Kersting „keine Perspektive für Wolfhagen, nur Stückwerk und eine Kostendeckelung, von der  keiner sagen kann, wie sie erreicht werden soll und ob Wolfhagen am Ende doch geschlossen wird, wenn der Deckel gesprengt wird.“ Roswitha Weispfennig ergänzt:
„Kein Geschäftsführer in einem Unternehmen würde es wagen eine Beschlussvorlage auf den Tisch zu legen bei der über 75 Mio. Euro beschlossen werden muss, von denen nicht klar ist, wo sie herkommen sollen. Seriöse Planung sieht anders aus.“

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