Rede der “Alterspräsidentin” in Naumburg

Rede der “Alterspräsidentin” in Naumburg

Als Alterspräsidentin konnte Christine Hoffmann (DIE LINKE) die erste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung in Naumburg eröffnen. Ihr Rede dokumentieren wir hier:

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrter Herr Bürgermeister und sehr geehrte Gäste, ich begrüße Sie sehr herzlich zur heutigen konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung in Naumburg.

Zuallererst gratuliere allen  Stadtverordneten zur Wiederwahl und Neuwahl. Allen die gewählt wurden oder auch kandidiert haben, möchte ich meinen Respekt zollen dafür, das sie bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren für die politische Willensbildung auf kommunaler Ebene. Das ist nicht selbstverständlich, denn es bedeutet weder Geld noch Ruhm und manchmal vielleicht auch Ärger.

Auch hier in Naumburg werden  große Herausforderungen auf uns zukommen:

Wir haben die Corona-Pandemie mit den bekannten Einschränkungen der so wichtigen Kontakte. Die finanzielle Ausstattung der Kommunen lag schon ohne Corona im Argen. Das wird sich wesentlich verschlimmern, wenn wir nicht eine auskömmliche und nachhaltige Finanzierung nachdrücklich einfordern.

Ein großer Anteil an den öffentlichen Investitionen wird durch die Kommunen getätigt. Wir hier sind  alle, auch als Vertreter*ìnnen der unterschiedlichen Parteien gefragt, wenn es um die Stärkung der Kommunen geht. Wir brauchen die kommunale Selbstverwaltung als lebbare Demokratie  für die Bürgerinnen und Bürger. Wir brauchen Kommunen,  die sich dem Klimawandel entgegenstellen können und wollen, wir brauchen Kommunen, die sich der zunehmenden  sozialen Ungleichheit  entgegenstellen, und wir brauchen Kommunen, die handlungsfähig sind für das Wohl aller Menschen, ob jung oder alt, alteingesessen oder zugezogen. Eine Kommune, die offen ist für Vielfalt.

Ich höre hier oft, in der Kommunalpolitik seien Parteien nicht so wichtig. Ich denke, Parteien sind ein wichtiger Ort der politischen Willensbildung, hier finden inhaltliche Debatten statt oder sollten es jedenfalls.  In der Stadtverordnetenversammlung treffen wir zusammen  als Vertreterinnen der verschiedenen Parteien und deshalb ist auch hier ein politischer Raum.  Ich wünsche mir für die Zukunft lebendige Diskussionen und uns allen Mut, positives Denken und Durchhaltevermögen.

Ich danke euch / Ihnen für die Aufmerksamkeit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ungeduldig? Klar, dann klicken!