Klasse statt Masse: EU-Subventionen für die Landwirtschaft müssen für ökologischen Mehrwert eingesetzt werden

Klasse statt Masse: EU-Subventionen für die Landwirtschaft müssen für ökologischen Mehrwert eingesetzt werden

Zur heutigen Konferenz der Agrarministerinnen und Agrarminister mit den Schwerpunkten EU-Agrarpolitik und Saisonarbeitskräfte in der Coronakrise erklärt Heidemarie Scheuch-Paschkewitz, landwirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

Höfe- und Insektensterben, Nitratbelastung und Klimaschädlichkeit der Landwirtschaft haben eine gemeinsame Ursache: Eine absurde Agrarpolitik, die auf maximale Intensivierung und Produktion für den Weltmarkt setzt. Das ist zum Schaden der Umwelt und der bäuerlichen Landwirtschaft. Eine Mehrheit der Bäuerinnen und Bauern sind Opfer dieses verheerenden Systems. Doch Agrarlobbyisten und Ministerien haben sich mit den EU-Subventionen arrangiert und schaffen es seit Jahren nicht umzusteuern. Das ist verheerend.“

Seit Jahren fordere DIE LINKE eine Ökologisierung und Gemeinwohlorientierung der Landwirtschaft. Der zentrale Hebel dafür seien die EU-Subventionen im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik, so Scheuch-Paschkewitz.

„Wenn die EU Masse statt Klasse subventioniert, richten sich die Betriebe danach aus und investieren in große Ställe und Felder mit Monokulturen. Das muss aufhören. Fleisch und Milchprodukten für den Weltmarkt aus hessischen Betrieben ist ein Irrweg, der außer den großen Agrokonzernen allen anderen nur Nachteile bringt. Hier darf Politik den Agrarlobbyisten nicht länger nachgeben. Die EU-Subventionen müssen für einen ökologischen Mehrwert und besser Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft eingesetzt werden. In Zeiten von Corona- und Klimakrise muss die Politik umsteuern. Ein ‚Weiter-so‘ darf es nicht geben.“

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