Defizitärer Flughafen Kassel-Calden: Das Verbrennen öffentlicher Mittel muss endlich aufhören

Defizitärer Flughafen Kassel-Calden: Das Verbrennen öffentlicher Mittel muss endlich aufhören

Anlässlich des siebten Jahrestags der Eröffnung des Flugplatzes Kassel-Calden erklärt Torsten Felstehausen, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Es ist vollkommen unverantwortlich, dass die schwarzgrüne Landesregierung nach sieben Jahren – trotz unverändert hoher Defizite – an Kassel-Calden als internationalen Flughafen festhalten will. Absehbar ist, dass es über Wochen oder gar Monate keine Ferienflüge geben wird. Für den Klimaschutz sollte die geplante innerdeutsche Verbindung nach Sylt so bleiben, wie sie derzeit ist: per Bahn und Schiff.

Kurz und knapp: Corona- und Klimakrise sollten beim Nonsensprojekt Kassel-Calden endlich zu einem Umdenken führen.“

Die in der letzten Legislaturperiode vereinbarte jährliche Kostenreduktion von zehn Prozent habe die schwarzgrüne Landesregierung aufgegeben, so Felstehausen. Stattdessen sei ein Defizitmaximum von sechs Million Euro pro Jahr festgelegt worden. Eine Verminderung des Defizits sei nicht mehr angestrebt – so werde in unverantwortlicher Weise ein Blankocheck ausgestellt. Das dürfe nicht das letzte Wort bleiben.

„Während 2019 die Passagierzahlen auf niedrigem Niveau stagnierten, ist das Drama für 2020 bereits absehbar. Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie das Verbrennen von Geld für dieses verkehrspolitisch unsinnige Projekt endlich einstellt und den Flughafen Kassel-Calden wieder in einen Verkehrslandeplatz umwandelt. Nur so können die Kosten bei den sogenannten ‚hoheitlichen Aufgaben‘ eingespart werden – höchste Zeit, dass das passiert.“

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