Tim Zborschil

Zulassungsbeschränkungen an Universitäten abbauen!

15. Oktober 2018  Tim Zborschil

Eine 1 in Latein, aber 4 in Englisch? Dann wird das mit dem Medizinstudium wohl nichts.

Obwohl man weder während des Studiums noch während der Arbeit im Krankenhaus oder in der Praxis benötigt, ist es maßgeblich entscheidend für die Aufnahme an einer Uni oder einer Hochschule um Fächer wie Medizin oder Jura zu studieren benötigt man hier zu Lande ein „Einserabi“.

Das man gute Noten in Fächern wie Chemie, Physik, Mathe oder Deutsch benötigt, kann man ja noch verstehen, aber was haben Französisch, Englisch oder Politikwissenschaften mit der Medizin zu tun? Das fragen wir uns auch und fordern deshalb, dass die Zulassungsbeschränkungen gelockert werden, um den Zugang zum Studium für alle zu erleichtern.

Dass der Geldbeutel der Eltern momentan die Chancen auf gute Bildung der Kinder beeinflussen ist wohl allen bekannt. Darunter fällt auch der Zugang zu Universitäten. Hier fallen ebenfalls Gebühren an, welche sich nicht jede Familie leisten kann. Daher fordert DIE LINKE Hessen, dass Studiengebühren weiter abgeschafft werden. Es wäre doch traurig, wenn wir grandiose Wissenschaftler*innen verlieren, nur weil sie sich das Studium nicht leisten können.

Mehr als jeder vierte junge Erwachsene leidet an psychischen Erkrankungen

11. Oktober 2018  Tim Zborschil

Eine Studie der BARMER aus dem Jahr 2016 zeigt, dass 25,8% aller jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 bis 25 an psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Panikattacken leiden

Damit hat sich die Zahl der Betroffenen im Zeitraum von 2005 bis 2016 um 38% erhöht – die Diagnose Depression im selben Zeitraum sogar um 76%. Schockierende, alarmierende Zahlen und scheinbar niemanden interessiert es.

Es ist höchste Zeit zum Nachdenken: Angefangen vom Bildungssystem, das Schülerinnen und Schüler zunehmend unter Druck setzt wirtschaftlich verwertbar zu sein, über ein Wirtschaftssystem in dem der Mensch nichts und der Profit alles ist, bis hin zu einer desaströsen Gesundheitsversorgung.

Betroffene müssen zum Teil bis zu 40 Wochen auf einen Termin bei einem Psychotherapeuten / Psychologen warten.

Angesichts der Tatsache, dass nicht wenige der Betroffenen sehr labil und teils suizidgefährdet sind, grenzt das schon an unterlassene Hilfeleistung.

Jährlich nehmen sich ca. 10 000 Menschen in Deutschland das Leben – mehr Menschen als durch Verkehrsunfälle, Drogen und HIV zusammen sterben.

Wir brauchen dringend mehr Therapeut*Innen und Psycholog*Innen. Hier sind Politik und Kassenärztliche Vereinigung gefragt, die Versorgungsschlüssel aus dem letzten Jahrtausend endlich an die Bedürfnisse der Menschen anzupassen.

Aber vor allem brauchen wir ein Umdenken im Großen und Ganzen. Es ist zwar gut, wenn wir viele Psycholog*Innen und Therapeut*Innen haben, die die schlimmsten Folgen und Symptome eines gnadenlosen Leistungssystems abfedern – aber wir müssen an die vielfältigen Ursachen.

Einige wichtige Punkte (aber bei weitem nicht alle):

– Längeres gemeinsames Lernen; Turbo-Abitur G8 abschaffen, Lehrpläne ausmisten, Hausaufgaben abschaffen; Sozialarbeiter*Innen an jeder Schule

– NC-Zulassungsbeschränkungen für das Psychologie-Studium abschaffen

– Ausbildungsvergütungen/Bafög deutlich anheben

– Entfristungen überall vorantreiben, damit Mensch sein/ihr leben planen kann

– Leiharbeit abschaffen, gute Löhne, bezahlbaren Wohnraum schaffen.

Lasst es uns anpacken! Was denkst Du? Wo siehst Du noch Bedarf?

HNA: Wahlkampf im Saunawagen: Kandidaten beim Schwitzen erleben und mit ihnen sprechen

07. Oktober 2018  Marjana Schott, Tim Zborschil

Kaufungen. In der Sauna lassen sich die besten Verhandlungen führen. Davon ist Carsten Huhn überzeugt. Deshalb lädt er unter dem Motto „Der heiße Stuhl“ Landtagskandidaten in seinen Saunawagen ein.

Diese Sauna auf Rädern, genauer ein Lärchenholzwagen mit Saunaofen und Platz für bis zu 20 Personen, bietet einen Raum für Kommunikation abseits des üblichen Wahlkampfs für die Landtagswahl, erklärt Huhn. Interessant sei laut Huhn der Umgang der Kandidaten miteinander und mit den Besuchern, die an dem Saunaevent teilnehmen möchten. Beim Schwitzen, am Lagerfeuer oder am Grill könnten die Teilnehmer jeweils ab 17 Uhr einen Eindruck von den Kandidaten ohne Rednerpult und Manuskript erhalten, erklärt Huhn.

Die Veranstaltung findet für die Wahlkreise Kassel-Stadt in Kassel im Bereich der Seglergaststätte, Fuldaaue 9, am Freitag, 12. Oktober, statt. Für die Wahlreise Kassel-Land ist das Event am Ziegeleimuseum Oberkaufungen, Niester Straße 24, für Freitag, 19. Oktober, angesetzt.

Zusagen von Kandidaten

Für seine Wahlveranstaltung in der Stadt Kassel konnte Huhn bereits drei Kandidaten gewinnen. Aus dem Wahlkreis 4, Kassel-Stadt II, nehmen Marcel Breidenstein als Ersatz für Karin Müller (Grüne) und Violetta Bock (Die Linken) teil. Vom Wahlkreis 3, Kassel-Stadt I, erhielt Huhn eine Zusage von Torsten Felstehausen, ebenfalls von den Linken.

Bei der Veranstaltung im Landkreis in Kaufungen nehmen vom Bezirk Kassel-Land II bereits vier Kandidaten teil. Frank Williges von der CDU, Susanne Regier (Grüne), Marjana Schott (Die Linke) und Matthias Berghaus (FDP) lassen sich dieses besondere Event nicht entgehen. Vom Wahlreis 1, Kassel-Land I, konnte Huhn Juri Stölzner (Grüne) und Tim Zborschil (Die Linke) für die Teilnahme begeistern. Um weitere Zusagen und Ersatzkandidaten bemühe sich Huhn weiterhin.

Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen!

06. Oktober 2018  Tim Zborschil

Leider sieht die Realität oft heute noch weitestgehend anders aus.

Wir wollen dies nicht länger hinnehmen und fordern deshalb, dass die Lernmittelfreiheit, die die hessische Verfassung vorschreibt, auch tatsächlich umgesetzt wird. Lehrmittel, sowie Ausflüge und der Schülerverkehr sollen allen Schüler*innen kostenfrei zur Verfügung stehen, denn nur so kann der Schulalltag für alle gut gestaltet werden.

Wir fordern zudem ein neues Lehr- und Lernmittelfreiheitsgesetz, das seinen Namen auch verdient. Zuzahlungen zu Büchern, Kopien und anderen Materialien seitens der Eltern wollen wir restlos abschaffen. Wir finden auch, dass der Weg in die Schule nichts kosten sollte und fordern daher ein kostenfreies Schülerticket für alle Schüler*innen und dies unabhängig vom Wohnort und somit der Entfernung zur Schule.

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Tim: Kandidatencheck zur Landtagswahl 2018

05. Oktober 2018  Tim Zborschil

“Schon über ein Viertel der jungen Erwachsenen leiden unter Depressionen, Belastungs-oder Angststörungen. Uns muss bewusst sein, dass wir am Ast sägen auf dem wir sitzen.”

Puh… mein erstes TV-Interview – dementsprechend aufgeregt war ich. Aber seht besser selbst.

Der Hessische Rundfunk hatte zum Kandidatencheck zur Landtagswahl 2018 in Hessen eingeladen und ich bin dieser Einladung natürlich gerne gefolgt.

Jede/r Kandidat*In hatte 4 Minuten Zeit darzulegen, weshalb er / sie antritt oder man hatte die Möglichkeit, auf einzelne Fragen zu antworten.

Meinungen und Kritik gerne gesehen! 
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„Ich gebe mein Taschengeld gerne für Mittagessen in der Schule aus.“

26. September 2018  Tim Zborschil

Diesen Satz wird wohl niemand von euch jemals sagen. Schließlich ist das Taschengeld doch eher für die Freizeit gedacht und nicht für das Essen in der Schule. Trotzdem müssen viele von euch das Schulessen von ihrem Taschengeld bezahlen. Und wenn es dann nicht mal lecker ist oder nicht satt macht, sind die im Schnitt 3,00 € fast umsonst ausgegeben.

Die Schultage dauern immer länger. 10 Schulstunden am Tag sind sicher für die meisten von uns die Regel. Wenn man also den ganzen Tag in der Schule verbringt, sollte man auch irgendwann mal etwas essen, um die innere Batterie wieder aufzuladen.

Momentan kostet das Schulessen an so gut wie allen Schulen in Hessen für die Schüler*innen noch Geld. Geld, dass man selbst aufbringen muss und nicht für schönere Dinge, wie zum Beispiel einen Kinobesuch oder ein Eis mit Freunden ausgeben kann.

Deshalb fordern wir, dass es grundsätzlich an allen Schulen und Kindertagesstätten in Hessen gutes, regionales und vor allem kostenloses Mittagessen gibt, denn mit leerem Bauch lernt und tobt es sich schlechter.

HNA Presseportrait mit Tim Zborschil: Finger in die Wunde legen!

17. September 2018  Tim Zborschil

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Podiumsdiskussion im Schwimmbad – auch mal eine Erfahrung wert!

15. September 2018  Tim Zborschil

140 Schülerinnen und Schüler stellten heute im Freibad Großalmerode Politiker*Innen Fragen.

Ich habe unmissverständlich klar gemacht, dass wir für Chancengleichheit in der Bildung eintreten. Das heißt, Lehrmittelfreiheit sofort umsetzen und das Schulsystem grundlegend reformieren: Längeres gemeinsames Lernen bis zur zehnten Klasse! 
Es darf nicht sein, dass bereits 10-Jährige selektiert und in die Schubladen “aus dir wird mal was” und “aus dir wird mal nichts” eingeteilt werden. Frustration und Belastung sind vorprogrammiert.

Außerdem habe ich eine Lanze dafür gebrochen, dass das nun zum ersten mal zu wählende Jugendparlament in Großalmerode dem Bürgermeister und den Kommunalpolitiker*Innen immer und immer wieder mit seinen jugendpolitischen Forderungen auf den Keks gehen soll. Sonst versacken ihre Anliegen in irgendwelchen Fraktionssitzungen.

Seid laut und rebellisch habe ich ihnen mit auf den Weg gegeben!

Politik ist langweilig? Nee, Du hast im Unterricht nur keine Zeit zum Entdecken!

08. September 2018  Tim Zborschil

Politische Bildung an Schulen aufwerten und stärken

Politikunterricht soll neben dem Vermitteln vom Aufbau unseres politischen Systems auch dazu dienen, dass Schüler*Innen einen Raum haben gesellschaftliche Entwicklungen oder Weltgeschehnisse, die sie bewegen, zu reflektieren und die Fähigkeit eines fairen Diskursen auszuprägen.

Die zunehmende Verrohung der Sprache und Diskussionskultur insbesondere in den sozialen Netzwerken sollte uns Mahnung genug sein um zu verstehen: Schule im Jahr 2018 muss solche Entwicklungen aufgreifen und deutlich machen, dass verbale Brandsätze inakzeptabel sind.

Für diese wichtigen, grundlegenden Aufgaben reichen – wie es aktuell meist der Fall ist – zwei oder drei Wochenstunden nicht aus. Für uns ist eine Abwählbarkeit vor dem Ende der zehnten Klasse nicht hinnehmbar. Politische Mitbestimmung und Bildung sollte auf einer Stufe mit Deutsch oder Mathematik stehen.

Nur mit ausreichend Zeit und Raum kann ein attraktiver Politikunterricht gestaltet werden und das oft als trocken oder langweilig wahrgenommene Auswendiglernen von Wahlprozessen, Amtsbezeichnungen und Co., durch Elemente eines aktiven Unterrichts so gestaltet werden, dass durch eine größere Praxisnähe Interesse geweckt wird.

Dazu fordern wir ein Landesprogramm, dass Angebote für Workshops und Bildungsfahrten ausarbeitet und diese Angebote kostenfrei für alle Schulen und Schüler*Innen zur Verfügung stellt.

Denn auch hier darf es keine Ausgrenzung von Schüler*Innen aus finanzschwächeren Familien geben.

Meine Forderungen daher:

→ Politik zum „Hauptfach“ aufwerten;
→ Mehr Wochenstunden, um Raum und Zeit für Reflexion zu schaffen; Abwählbarkeit frühestens nach Klasse 10.
→ Ein Landesprogramm zur Förderung eines aktiven Politikunterrichts (Bildungsfahrten, Workshops, etc.);
→ Mehr Transparenz über die Partizipationsmöglichkeiten konkret an den Schulen bei
Schüler*Innenvertretungen

Es grüßt euch solidarisch,
euer Tim

Tim Zborschil: Werbeverbot für Bundeswehr durchsetzen!

03. September 2018  Tim Zborschil

“Über 2000 Minderjährige wurden 2017 militärisch ausgebildet – ohne “Muttizettel” in die Disco geht nicht, aber militärisch ausgebildet werden, soll ok sein? Ich sage dazu deutlich: Nein!”

An den bunten, coolen Bundeswehr-Kampagnen auf Instagram, Snapchat und YouTube, die zeigen, wie spaßig doch die Arbeit bei der Bundeswehr sei, kommt momentan kaum einer von uns vorbei.

Es gibt auch fast keine Berufsbildungsmesse, wo die Bundeswehr nicht mit einem der größten Werbestände anwesend ist.

Die Folge: Im Jahr 2017 haben 2128 Minderjährige eine militärische Ausbildung bei der Bundeswehr begonnen. Das ist verglichen mit 2011 eine Verdreifachung.

Wenn unsere Verteidigungsministerin mit Vereinbarkeit von Familie und Beruf meinte, dass Eltern bald zusammen mit ihren Kindern in den Krieg ziehen können, ist sie leider erfolgreich.

Bereits 2014 haben die Vereinten Nationen Deutschland ermahnt, dass Rekrutierungsalter auf 18 Jahre zu erhöhen.

Schüler*Innen kurz vor dem Abschluss bekommen nicht selten sogar Briefe mit Infomaterial nach Hause zugeschickt.

Ich fordere daher:

– die Anhebung des Rekrutierungsalters auf 18 Jahre
– das Verbot von Werbesendungen an Schüler*Innen ohne deren ausdrückliche Einwilligung
– die Verbannung der Bundeswehr von Berufsbildungsmessen und Hessentage