Linke in Kassel geht gestärkt aus der Bundestagswahl 2017 hervor

25. September 2017  Kreisverband

Deutlich gestärkt geht DIE LINKE aus der Bundestagswahl in der Stadt und dem Landkreis hervor. Bei einem Ergebnis von 13,6 Prozent konnte die Partei fast 4.000 zusätzliche Stimmen allein in der Stadt Kassel hinzugewinnen.

Dies ist vor allen einem engagierten Wahlkampf und den für Kassel wesentlichen Themen wie die prekären Beschäftigungsverhältnisse, die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt und der unzureichenden Ausstattung des öffentlichen Nahverkehrs zurückzuführen, so Torsten Felstehausen, Direktkandidat für den Wahlkreis 168. Aber auch das Thema Rüstungskonversion und die zunehmenden weltweiten Spannungen, habe viele Wähler*Innen zum Urnengang motiviert.

Aber natürlich habe auch das Thema Migration und Flucht vielfach eine Rolle in den Gesprächen an den Infotischen gespielt, so Jens Meyer, Sprecher des Kreisverbands Kassel Stadt. Mit der klaren Haltung der LINKEN, die nicht auf Rassismus und Ausgrenzung gegenüber Geflüchteten, sondern auf die Ursachen von Flucht durch Rüstungsexporte, weltweite Kriege auch unter deutscher Beteiligung und die wirtschaftliche Ausbeutung des globalen Südens hinweist, wurde eine deutliche Unterscheidbarkeit zu den anderen Parteien erzielt.

Dies habe auch wesentlich dazu beigetragen, dass die AfD im Wahlkreis im landes- und bundesweiten Vergleich schlechter abgeschnitten habe. Hessenweit habe sich bestätigt, dass überall wo DIE LINKE stark ist, es gelungen sei, die AfD unter den Landesdurchschnitt zu drücken, so Torsten Felstehausen. Die AfD können nur erfolgreich bekämpft werden, wenn konsequent soziale Themen in den Mittelpunkt gestellt werden und Nationalismus und Rassismus eine klare Absage erteilt wird, anstatt sich den dumpfen Parolen und Forderungen der AfD inhaltlich zu öffnen.

Die unsoziale und neoliberale Politik der Bundesregierung hat entscheidend zum Aufkommen der AfD beigetragen, indem Menschen dem Gewinnstreben weniger unterworfen werden und der gesellschaftliche Reichtum immer weniger Menschen zugutekommt.


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